Jan Patocka: Ein Sokrates zwischen Husserl und Heidegger

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Produktbeschreibung

Ich schrieb die vorliegende Arbeit im Jahre 1996, während ich mich auf meine Promotion vorbereitete. Sie ist anschließend als Sonderpublikation des Universitätszentrums für Friedensforschung in Wien erschienen. 2013 änderte und korrigierte ich sie geringfügig und veröffentlichte sie als E-Book, damit sie online leichter zugänglich ist.

Sie beschreibt die Philosophie Patockas im Kontext der Phänomenologie Husserls und der Fundamentalontologie Heideggers und stellt sie in einen – wie ich hoffe – interessanten Zusammenhang, der sich nicht bloß biografisch äußert, sondern auch in der Entfaltung ihrer Gedanken. Sie eignet sich damit als Einführung in die Phänomenologie, soll aber in erster Linie helfen, den tschechischen Philosophen Patocka kennenzulernen und besser zu verstehen.

Aus dem Inhalt:

Jan Patocka gehört zu den ganz großen tschechischen Philosophen des 20. Jahrhunderts und gilt international als Phänomenologe ersten Ranges. Sein Leben ist ein Beispiel für die Verbindung von Philosophie und Politik, die sich darin zeigt, dass er als Unterzeichner der Charta 77 den Tod fand. Im Vordergrund dieser Arbeit steht jedoch sein Werk.

Jan Patocka nimmt eine vermittelnde Rolle zwischen Husserl und Heidegger ein, indem er von beiden lernt, beide kritisiert und letztlich einen eigenen Weg geht, der um die zentralen Begriffe der geschichtlich gefassten natürlichen Welt, des Lebens als Bewegung und der Sorge um die Seele kreist. Es ist eine sehr dichte, spannende und philosophisch anspruchvolle Reise, die der Leser unternimmt, wenn er ihm auf seinem Weg folgt. Belohnt wird er durch neue Perspektiven, die sich ihm als Denkender öffnen.

Die Philosophien Husserls und Heideggers werden dabei übersichtlich zusammengefasst, ihre Wurzeln bei Brentano beleuchtet und durch den in deutschsprachiger Literatur oft vernachlässigten Beitrag Masaryks ergänzt.

Vorwort:

Ich habe die vorliegende Arbeit im Oktober 1996 im Rahmen meiner akademischen Auseinandersetzung mit dem tschechischen Philosophen Jan Patocka geschrieben. Meine Absicht war es, das, was ich gelernt hatte, und das, was ich mir gedacht hatte, auch festzuhalten, damit es nicht verloren geht. Darüber hinaus wollte ich mit dieser Schrift einen Beitrag zur Patocka-Forschung leisten und allen Interessierten eine Basis bzw. eine weiterführende Möglichkeit für ihre eigene Auseinandersetzung bieten.

Die Arbeit ist damals als Sonderpublikation des Universitätszentrums für Friedensforschung (UZF) in Wien erschienen und wurde in die Sammlung der Universitätsbibliothek des Philosophischen Instituts der Universität Wien aufgenommen sowie dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien übergeben.

Im Januar 2013 habe ich mich entschlossen, meine Arbeit online zu veröffentlichen und sie damit leichter zugänglich zu machen.

Patocka gehört zu den ganz großen tschechischen Philosophen des 20. Jahrhunderts, gilt international als Phänomenologe ersten Ranges und sein Leben ist ein Beispiel für die Verbindung von Philosophie und Politik. Im Vordergrund dieser Schrift steht in erster Linie aber nicht die Biografie, sondern das Werk. Ich bin kein Historiker, sondern Philosoph. Es sind die Gedanken, die hier zählen. Ich habe versucht, sie zu beschreiben und weiterzudenken.

Die Arbeit von damals habe ich nur sehr geringfügig angepasst. Sie ist aus der Zeit heraus zu verstehen, in der sie geschrieben wurde. Die Rechtschreibung habe ich nicht korrigiert. Sie entspricht den Regeln vor der Reform der Reform.

Ich freue mich, wenn meine Arbeit Ihnen hilft, Patocka kennenzulernen, ihn besser zu verstehen und auf dem Weg der Phänomenologie und Philosophie voranzuschreiten.

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